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Dyas Regattatraining Rursee 01.05.-02.05.2014

Nach einer Fahrtstrecke von ca. 200 km waren wir bereits am Mittwoch angereist, um unsere neue/alte „TwinPower“ rechtzeitig ins Wasser zu lassen. Bereits das Einkranen war für uns aufgrund des „Seilwindzuges“ eine ganz neue Erfahrung, aber Dank der guten Einweisung von Michael hat alles super geklappt. Während des Aufriggens erfolgten bereits die ersten Tipps zum Einstellen des Riggs durch Dieter, im Verlauf sollten noch weitere durch die anderen Trainer folgen.
Zusammen mit 17 anderen Segler-Teams aus ganz Deutschland machten wir uns am 1. Mai 2014 auf, um in der Frühlingswärme des Rursees unsere Regattakenntnisse in einem „Workshop“ zu vertiefen/ zu verbessern/ zu erlangen.
Während andere Gruppen Maibäume aufstellten und mit Bollerwagen und lauter Musik ihre Maiwanderungen durchführten, begannen wir am um 12.00 Uhr mit unserem Training. Nach einer kurzen Ansprache von Jörg, demonstrierten Silke und er uns die Abläufe zu einer guten, runden und schnellen Wende ohne Fahrtverlust und zum Spinnakermanöver. Nicht nur uns beschäftigte zum Beispiel die Frage, wer denn wann die Barberholer betätige.
Aufgrund der großen Teilnehmerzahl, die laut Aussage von Jörg dem guten Ergebnis von Falko Lotz und Oliver Hahne auf der IDM 2013 geschuldet war, wurde der Trainerstab auf 7 Trainer aufgestockt. So trainierten uns neben Silke und Jörg Stransky, Sigrid und Dieter Lüth, Jens Leicher sowie Christoph und Nils Dauber auf Beibooten und als „Mitsegler“ auf den einzelnen Booten. Am Freitag kamen als weitere Verstärkung noch Andreas Linke und Guido Löhr auf dem Motorboot dazu.
Nach gut 2 Stunden Wasserarbeit mit Rollwenden und Spi-Training gab es an Land Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen, so dass wir gut gestärkt die zweite Trainingseinheit beginnen konnten. Nach einer kurzen Zeit des Übens kam Christoph als Trainer auf unsere Dyas, der uns richtig flott machte. Mit Spi setzten, Spi halsen, Spi bergen und wieder an die Kreuz mit Wenden und noch mehr Wenden, drehten wir gefühlte 10 Stunden, in Wirklichkeit war es vielleicht 1 Stunde, zahlreiche Runden um die ausgelegten Tonnen. Zeitweise reichte der Wind sogar fürs Trapez. Da ein anderes Team Christoph aufgrund einer langsam aufziehenden grauen Wand nicht übernehmen wollte, drehte er weitere Runden mit uns bis er irgendwann dann doch von Silke und Jörg mit dem Motorboot abgeholt wurde. So ging der erste Trainingstag zu Ende. Den Abend ließen wir bei leichtem Regen mit einem leckeren Barbecue unter dem Pavillion am Grill ausklingen. Allerdings war für uns der Abend eher kurz, da das intensive Training mit Christoph doch recht anstrengend, aber auch sehr lehrreich war.

Fazit des ersten Trainingstages von Christoph, „Wenn ihr alles richtig macht, so wie ich es euch gesagt habe, könnt ihr bei der Regatta am Wochenende im Mittelfeld landen“ … Na dann müssen wir wohl fast alles richtig gemacht haben, denn wir schlossen die Regatta am Wochenende mit einem 14. Platz von 23 teilnehmenden Dyas ab, womit wir als Dyas Anfänger-/ Umsteigerteam sehr zufrieden sind.

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Am Freitag begann das Training bei leider nicht ganz so schönem Wetter wie am Donnerstag um 11:00 Uhr. Muskelkater geplagt waren wir dankbar für die weniger anstrengenden, wenn gleich nicht einfacheren Start- und Peilübungen. „Eine Bootslänge zu früh“, „½ Bootslänge zu spät“, „jetzt gut aber zu schnell“ ertönte es durch das Megaphon, wenn man durch Handzeichen andeuten wollte, dass man auf der Startlinie lag. Es folgten noch zahlreiche 2 Minuten Starts, in denen man versuchen sollte sich eine gute Startposition zu sichern. Am Nachmittag, nach einer Stärkung mit einer Lemwerder Brotzeit mit Matjes wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen eingeteilt. Wir waren in Gruppe 1 und hatten damit das Vergnügen eines sehr kurzen Up-and-Downs, hier waren vor allem Konzentration und Schnelligkeit gefragt, denn wenn die Schoten nicht ordentlich aufgeräumt wurden, hatte mal schnell ein kleines Durcheinander. Aber bedingt durch den mäßigen Wind, waren wir mit unserer Übung recht zufrieden. Zuletzt starteten noch einmal alle 18 teilnehmenden Dyas´ gemeinsam eine Wettfahrt, bei der sich die ersten Favoriten für die Regatta am Wochenende herauskristallisierten. Am Abend gab es noch ein leckeres Schnitzelbüffet im Restaurant des YCR.
Es war ein sehr schönes, lehrreiches und vor allem super organisiertes Regattasegeltraining, von dem wir bereits auf unserer ersten Regatta im Anschluss profitieren konnten. Vielen Dank noch einmal an die Trainer, die voll motiviert waren uns etwas beizubringen. Manchmal braucht man/frau eben einen „Drill-Instructor“.

Annika & Pia, GER 1426

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