DYAS segeln
 
   
  • Entwicklung
    der Bootstechnik
    in der Dyas-Klasse

    (Redaktionelle Mitarbeit: Winfried Lauer)

  • Einleitung

    Entwicklung der Bootstechnik in der Dyas-Klasse (Redaktionelle Mitarbeit: Winfried Lauer)

    In der Dyas-Klas­se war man im­mer be­müht, die tech­ni­sche Ent­wick­lung im Re­gat­ta-Boots­bau nur so­weit zu im­ple­men­tie­ren, dass auch äl­tere Boo­te bei Re­gat­ten mit den neu­eren mit­hal­ten konn­ten.

    An der Rumpf­form wurde nichts ver­än­dert und die Ver­mes­sungs­richt­li­ni­en allen­falls im op­ti­schen Be­reich an­ge­passt.

    Al­ler­dings ha­ben sich die De­tail­ver­än­de­rung­en über meh­re­re Dyas-Ge­ne­ra­ti­on­en so ak­ku­mu­liert, dass mo­derne Schif­fe ge­gen­über deut­lich äl­te­ren Schif­fen Vor­tei­le im Speed und im Hand­ling haben.

  • Stöberl

    Stöberl-Dyas

    Von 1970 - 1973 wur­den vom Kon­struk­teur der Dyas, Helmut Stöberl, 170 Boo­te selbst ge­baut.





    An­fäng­lich im Hand­auf­le­ge­ver­fah­ren, spä­ter im von ihm zur Se­ri­en­rei­fe ent­wic­kel­ten De­pot­schaum­ver­fah­ren der Bayer AG.

    1973 er­hielt die Dyas den Sta­tus der Na­ti­o­na­len Klas­se des Deut­schen Seg­ler­ver­ban­des, und war seit 55 Jah­ren die er­ste deut­sche Kiel­boot­kon­struk­tion von in­ter­na­ti­o­na­lem Rang.

  • Fritzmeier

    Fritzmeier-Dyas

    1972 übernahm die Georg Fritz­mei­er KG die Stöberl­werft und bau­te in den fol­gen­den 14 Jah­ren et­wa 1000 Boote im De­pot­schaum­ver­fah­ren, na­he­zu tech­nisch auf glei­chem Level.
    In den Jah­ren nach 1986 wur­den vie­le Ver­bes­ser­un­gen nach­ge­rüs­tet um den kla­ren Vor­teil der fol­gen­den Dyas-Ge­ne­ra­ti­on zu kom­pen­sie­ren, wie zum Bei­spiel:
     ♦ Mast mit Saling & Unterwanten
     ♦ Großbaum mit Spi-Schleuder
     ♦ Traveler in Deckshöhe
     ♦ Optimierung der Beschläge

    Noch in den 90er-Jah­ren se­gel­ten Fritz­mei­er-Schif­fe er­folg­reich ge­gen Haag-Schif­fe. Grund­sätz­lich ist es auch heu­te mög­lich ei­ne Fritz­mei­er-Dyas so um­zu­bau­en, dass sie wie eine GFK-Dyas (Haag oder spä­ter) ge­trimmt und ge­fah­ren wer­den kann.

  • Mader

    Mader-Dyas

    1985 über­gab die Fritz­meier KG den Aus­bau der Scha­len und den Ver­trieb der Boote an die Boots­werft Ma­der.
    Ob die Zu­sam­men­ar­beit mit der re­no­mier­ten Werft am Wa­gin­ger See tech­ni­sche Ver­bes­se­rung­en mit sich brach­te, ist nicht be­kannt.

    Die Zu­sam­men­ar­beit en­de­te be­reits nach ei­nem Jahr mit dem Ein­stel­len der Scha­len­fer­ti­gung.

  • Haag

    Haag-Dyas

    Die Boots­werft Sepp Haag er­hielt 1986 die Dyas-Bau­li­zenz. Die Rück­kehr zur GFK Bau­wei­se mit der da­durch mög­li­chen Ge­wichts­ver­la­ge­rung nach un­ten brach­te deut­liche Vor­teile.
    Die Ab­senk­ung des Fock­schot-Blocks um ca. 5cm in das Deck er­laub­te ei­nen neu­en Schnitt der Fock mit zum Deck pa­ral­le­len Un­ter­liek, zu­dem kon­nte man mit mehr Mast­fall fah­ren. Wei­te­re Ver­bes­se­run­gen:

        ♦ Rigg mit Saling & Unterwanten
        ♦ Traveler in Deckshöhe
        ♦ deutlich optimierte Beschlagsanordnung

    Mit einem Haag-Schiff kann man, wenn man gut se­gelt, durch­aus mit den mo­der­nen Schif­fen mit­halten, ähn­lich, wie das mit den Fritz­meier Schif­fen im Ver­gleich zu den Haag Schif­fen war.

  • Herwig

    Herwig-Dyas

    In den 90er Jahren wur­den die Haag- Schif­fe zu­nächst von Herwig (Lizenz 1990), Frau­scher und IG Swiss Dyas (bei­de Li­zenz 1993) und spä­ter von Hen­ze (Lizenz 1996) ab­ge­löst.


    Die Boots­werft Herwig aus Bad Zwi­schen­ahn stel­lte die Pro­duk­tion 1993 ein und über­nahm im Rah­men einer Ko­ope­ra­ti­on mit der IG Swiss Dyas den Ver­trieb und den Ser­vice der Swiss-Dyas im Nord­deut­schen Raum.

  • Frauscher

    Frauscher-Dyas

    Bereits ab Mitte 1993 wur­den bei Frau­scher in Gmun­den am Traun­see im ober­öster­rei­chi­schen Salz­kam­mer­gut im Rah­men einer Ko­o­pe­ra­ti­on die GFK-Tei­le für die Haag-Dyas ge­fer­tigt.

    Die Pro­duk­tion der kom­plet­ten Dyas lief En­de 1993 an mit im we­sent­li­chen fol­gen­den Ver­bes­se­run­gen:

       ♦ Longitudionale Ge­wichts­kon­zen­tra­ti­on in der
       Rumpf­mit­te (bringt Vor­tei­le in der Wel­le)
        ♦ Ausnutzung der Ver­mes­sungs­vor­schrift bei der
       Po­si­ti­o­nie­rung der Ober­wan­ten­püt­tings (nach hin­ten)
       ♦ Weitere Beschlagsoptimierung

    Parallel da­zu wur­den die Se­gel­schnit­te op­ti­miert, die ohne Pro­ble­me auch auf den Haag-Schif­fen ge­fah­ren wer­den kön­nen.
    2009 kündigte die Klassenvereinigung die Lizenz, da die Dyas schon seit einiger Zeit von Frauscher nicht mehr angeboten wurde.

  • Swiss Dyas

    Swiss-Dyas

    Die Dyas der Boots­werft Helb­ling in Jona (Schweiz), die seit 1993 un­ter der Be­zeich­nung Swiss-Dyas ge­baut wird, ge­hört heu­te zu den mo­dern­sten Schif­fen.

    Die unter Frau­scher auf­ge­führ­ten Ver­bes­se­rung­en wur­den im Lauf der ver­gan­ge­nen Ja­hre wei­ter op­tmiert.



    Bootswerft Kurt Helbling
    Buchstrasse 19
    CH – 8645 Rapperswil - Jona
    Telefon: +41 (0) 55 212 30 04
    Fax: +41 (0) 55 212 64 59
    Homepage: www.boote-helbling.ch
    E-Mail: k.helbling.boote@bluewin.ch

  • Henze

    Henze-Dyas

    Die jüng­ste Li­zenz zum Bau der Dyas hat 1996 die Hen­ze Werft in Möh­ne­see er­hal­ten. Tech­nisch ge­hört auch die Hen­ze-Dyas zu den Top GFK-Schif­fen.

    Op­tisch ist sie da­ran zu er­ken­nen, dass die Alu­kante durch ein neues Her­stel­lungs­ver­fah­ren ent­fal­len kon­nte.


    Bootswerft Henze GmbH
    Gutenbergweg 39
    59519 Möhnesee
    Tel. 02924 / 1892
    Fax. 02924 / 2031
    Homepage: www.henzewerft.de
    E-Mail: info@henzewerft.de